Hintergrund

Der medizinische Fortschritt hat die Versorgung von Patienten mit Gefäßerkrankungen des Gehirns und Rückenmarks deutlich verbessert. Innovative Behandlungskonzepte werden zunehmend angewendet. Hochspezialisierte Techniken sollen dabei jedem Patienten schnellstmöglich zur Verfügung stehen. Daher erfolgt die Initiierung einer Pilotphase zur Etablierung von sogenannten Neurovaskulären Netzwerken seitens der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft.

Die beteiligten Kliniken des Schlaganfallnetzwerkes Schleswig-Holstein bieten gemeinsam für die meisten Bewohner Schleswig-Holsteins das gesamte Therapiespektrum für Gefäßerkrankungen des Gehirns und Rückenmarks auf dem neuesten Stand an. Durch Teilnahme an internationalen Studien können wir die modernsten Behandlungsverfahren anbieten und konnten damit auch den Nutzen der Behandlung zeigen. Dies gilt insbesondere für die mechanische Thrombektomie (Wiedereröffnung eines verschlossenen Hirngefäßes durch einen Katheter). Zu dieser Behandlung wurden jüngst beeindruckende Ergebnisse veröffentlicht: Zur Pressemeldung der Deutschen Schlaganfallgesellschaft .

Das Schlaganfallnetzwerk Schleswig-Holstein nahm im Jahr 2011 an der Bewerbungsphase der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft teil und wurde in einem Peer-Review-Verfahren als eines von nur 16 Netzwerken in Deutschland zur Teilnahme an der Pilotphase ausgewählt. Ziel dieser Pilotphase ist die Entwicklung von Zertifizierungskriterien dieser Netzwerke anhand der Entwicklungsarbeit innerhalb der Netzwerke selbst. Innerhalb des Netzwerks sollen jedoch nicht nur Patienten mit einem Schlaganfall, sondern alle Patienten mit Gefäßerkrankungen des Gehirns und des Rückenmarks beraten, präventiv und falls notwendig akut behandelt werden. Das Neurovaskuläre Netzwerk versteht sich dabei als Ergänzung zu der ambulanten Versorgung und Ansprechpartner bei speziellen Fragestellungen.

Das Schlaganfallnetzwerk Schleswig-Holstein wird finanziell durch die Damp Stiftung unterstützt.