Halsschlagaderverengung

Die Halsschlagaderverengung ist in ca. 20 % aller Schlaganfälle als Ursache des Schlaganfalles festzustellen. Meist betrifft die Verengung die sog. Arteria carotis, weshalb Ärzte diese auch als "Karotisstenose" bezeichnen.

Nicht selten sind in diesem Falle flüchtige neurologische Symptome Vorboten eines größeren Schlaganfalles. Sie sind Ausdruck einer kurzzeitigen Durchblutungsstörung des Gehirnes. Diese Ereignisse werden vom Arzt auch als Transitorisch-ischämische Attake ("TIA") bezeichnet. Nach einer TIA ist daher ebenso dringlich wie auch nach einem Schlaganfall eine Ursachenabklärung erforderlich, um weitere Folgeereignisse zu verhindern.

Karotisstenosen finden sich bei ca. 8% der Erwachsenen nach dem 65. Lebensjahr. Sie sind Folge der Gefäßverkalkung der Gefäße, die sich an diesem Ort besonders oft ausbildet.

Das Risiko eines erneuten Schlaganfalles nach stattgehabtem Schlaganfall oder TIA ist bei Karotisstenosen besonders hoch. In der Regel wird daher noch während des stationären Aufenthaltes eine Behandlung der Gefäßverengung vom Arzt empfohlen. Hierzu stehen prinzipiell zwei Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung: Die chirurgische Versorgung des Gefäßes (sog. Karotis-Thormbendarteriektomie) sowie alternativ eine Behandlung mittels einem Katheterverfahren, bei welchem ein Katheter über die Leistenschlagader in die Halsschlagader vorgeschoben wird. Über diesen Katheter wird das Gefäß mit einem Ballon aufgeweitet und anschließend mit einer Gefäßstütze ("Stent") versehen. Ob eines der beiden Verfahren favorisiert wird, ist in jedem Einzelfall zu entscheiden, vereinzelt können auch beide Verfahren angeboten werden.