Schlaganfall ohne Nachweis einer Ursache

Nicht selten, nämlich knapp in einem Drittel aller Schlaganfälle, lässt sich keine Ursache für den Schlaganfall finden. Für einen Teil der Schlaganfälle liegt dies darin begründet, dass zum Zeitpunkt der Untersuchungen im Krankenhaus auch trotz der umfangreichen Abklärungen ein zugrunde liegendes, nur zeitweise bestehendes Vorhofflimmern nicht nachgewiesen werden konnte, obwohl dieses die wahrscheinliche Ursache für den Schlaganfall ist. In diesem Falle wird von einem intermittierenden (also wiederkehrend vorübergehendem) Vorhofflimmern gesprochen. Um ein intermittierendes Vorhofflimmern möglichst zu erkennen, erfolgt auf der Schlaganfallstation eine dauerhafte Ableitung des Herzrhythmus. Dennoch kann das Vorhofflimmern zugrunde liegen und sich während des stationären Aufenthaltes nicht zeigen. Wiederholte Langzeit-EKG-Untersuchungen können daher hilfreich sein. Neuerdings stehen implantierbare EKG-Aufzeichner zur Verfügung, welche sehr klein sind und vom Arzt unter die Haut implantiert werden können. Die Geräte lassen sich regelmäßig auslesen und ermöglichen die Erkennung eines nur intermittierend auftretenden Vorhofflimmerns mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit, als dies wiederholte Langzeit-EKG-Untersuchungen könnten, jedoch haben die Geräte den Nachteil einer kleinen chirurgischen Implantation. Bitte sprechen Sie Ihren behandelnden Neurologen, Kardiologen oder Hausarzt an, ob Zusatzuntersuchungen hilfreich sein könnten. Neben dem intermittierenden Vorhofflimmern gibt es jedoch auch weitere Situationen, in denen trotz umfangreicher Untersuchungen keine Schlaganfallursache gefunden werden kann.